Das Wahrzeichen von Trier: Die Porta Nigra

Die Porta Nigra ist als das Wahrzeichen der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz bekannt. Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Schwarzes Tor“.

Erbaut wurde die Porta Nigra als Stadttor der ehemaligen Stadt Augustus Treverorum, dem späteren Trier. Vermutlich geschah dies um das Jahr 200 n. Chr., wobei eine genaue Datierung sehr schwer fällt. Lediglich die Einkerbungen, die von Steinmetzen während der Bauzeit in die Steinquader gebracht wurden, lassen darauf schließen, dass das Stadttor in einer Bauzeit von zwei bis vier Jahren errichtet wurde. Das ist für solch einen imposanten Bau eine kurze Zeit. Denn immerhin ist die Porta Nigra etwa 36 Meter breit und misst an der tiefsten Stelle 21,5 Meter. Die höchste Stelle bildet der Westturm mit etwa 30 Metern. Als Bestandteil der römischen Stadtmauer um Trier bildet die Porta Nigra den nördlichen Zugang zur Stadt, während im Osten die Porta Alba, im Süden die Porta Media und die Porta Inclyta in der Nähe der Römerbrücke zu finden sind.

Als Baumaterial wurde der sogenannte Kordeler Sandstein benutzt. Dies ist ein Sandstein, der in der Nähe von Trier in Kordel abgebaut wurde. Er ist daher für viele Bauten in und um Trier typisch. Der Kordeler Sandstein hat ursprünglich eine gelblich graue bis rötliche Färbung. Über die Jahre hinweg sorgten die Witterungsbedingungen jedoch dafür, dass sich der Sandstein dunkel verfärbte. Und so entstand dann auch erst im Mittelalter der Name der Porta Nigra, als der Kordeler Sandstein deutlich nachgedunkelt war.

Die Porta Nigra war aber auch als Prunkbau gedacht. Das lässt sich auch dadurch begründen, dass Kaiser Mark Aurel mit deutlichen finanziellen Problemen zu kämpfen hatte und der Bau der Porta Nigra niemals abgeschlossen wurde. Eine reine Wehranlage wäre unter allen Umständen zu Ende gebaut worden, um ihren Zweck zu erfüllen.

Die Porta Nigra gehört heute zu Recht zum Unesco Weltkulturerbe. Zahlreiche Stadtrundgänge starten an diesem Tor zur Stadt Trier. Und für all diejenigen, die Trier auf eigene Faust erkunden, darf die Porta Nigra auf keinen Fall in der Planung vergessen werden.

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